Veranstaltungstechnik hat ihre eigene Sprache. Hier sind die 31 Begriffe, die in der Praxis mit unseren Kunden am häufigsten vorkommen — kurz, klar und einsatzbereit erklärt.
Bei Fragen zu einem Begriff oder zur passenden Lösung: Wir beraten Sie persönlich unter +49 30 8161603-60 oder per E-Mail an info@wemme-events.de.
Backline
Was: Alles, was Musiker auf der Bühne brauchen — Schlagzeug, Verstärker, Keyboards, Stative.
Wann: Bei Konzerten, Bands und Live-Musik mit eigenen Instrumentalisten.
Beispiel: Wir liefern komplette Backline-Sets, Ihre Musiker bringen nur Instrumente mit.
Cardioid
Was: Subwoofer-Aufstellung, die den Bass gezielt nach hinten unterdrückt.
Wann: Bei Konzerten, wenn die Bühne und Backstage akustisch ruhig bleiben sollen.
Beispiel: 4 × KS28 in Cardioid-Anordnung bei Konzerten ab 1.500 Personen.
CEE-Stecker
Was: Industrieller Stromanschluss für Eventtechnik (16, 32, 63 oder 125 A).
Wann: Wann immer mehr Leistung benötigt wird, als an einer Schuko-Dose verfügbar ist.
Beispiel: LED-Wände und PA-Tower laufen über 32-A- oder 63-A-CEE-Anschlüsse.
ChainMaster (Kettenzug)
Was: Motorisierter Kettenzug, der Truss und Equipment unter die Decke hebt.
Wann: Bei jeder Rigging-Konstruktion über dem Publikum.
Beispiel: 4 × D8 Plus heben eine 8-Meter-Truss mit 16 Moving Heads.
Cyclorama
Was: Hintere Bühnenwand, oft mit Stoff bespannt, farbig beleuchtet.
Wann: Im Theater und auf Galas, wenn räumliche Tiefe entstehen soll.
Beispiel: Award-Shows mit farblich wechselnder Cyclorama-Beleuchtung.
Dante
Was: Audio-über-Netzwerk-Standard von Audinate, bis zu 1.024 Kanäle bidirektional.
Wann: Bei modernen Konferenz-, Hybrid- und Theater-Produktionen.
Beispiel: Bis zu 1.024 Audio-Kanäle über ein einziges Cat6-Kabel.
DMX
Was: Digitaler Steuerungsstandard für Lichttechnik (512 Kanäle pro Universum).
Wann: Für jedes Bewegtlicht- und Effekt-Setup.
Beispiel: 32 Moving Heads brauchen typisch 2–3 DMX-Universen.
FOH (Front of House)
Was: Position im Publikum, von der aus Ton (und oft Licht) live gemischt wird.
Wann: Bei Konzerten und Konferenzen jeder Größe.
Beispiel: 2 × 2 m freie Fläche plus Sichtachse zur Bühne, typisch auf 60–80 % der Saaltiefe.
Funkmikrofon
Was: Drahtloses Mikrofon mit Empfänger und Sender, UHF oder digital.
Wann: Bei Konferenzen, Bühnen, Theatern, Konzerten.
Beispiel: Sennheiser EW-DX-Strecke für Tagungen ab 4 Strecken.
Gobo
Was: Effektscheibe im Profilscheinwerfer, projiziert Muster oder Logos.
Wann: Bei Galas, Award-Shows und Branding-Lichtdesign.
Beispiel: Firmenlogo an der Stirnwand bei Corporate Events.
Hazer
Was: Nebelgerät, das einen feinen, fast unsichtbaren Dunst erzeugt.
Wann: Bei jeder Show mit Moving Heads — macht Lichtstrahlen sichtbar.
Beispiel: Look Solutions Unique mit ca. 10 Litern Fluid pro Eventtag.
In-Ear-Monitoring
Was: Funk-Monitorsystem mit Ohrhörern für Musiker, ersetzt klassische Bühnen-Wedges.
Wann: Bei modernen Live-Setups, wenn die Bühne akustisch ruhig bleiben soll.
Beispiel: Komplette Bühne ohne Wedges — Sound nur über In-Ear.
Intercom
Was: Sprechsystem zwischen Operator, Regie, Bühne und Technik.
Wann: Bei Theater-, Konzert-, TV- und großen Konferenzproduktionen.
Beispiel: Riedel Bolero (drahtlos) für eine 6-Gürtelpack-Crew.
LED-Wand
Was: Modulare Bildwand aus LED-Modulen, indoor wie outdoor (IP65).
Wann: Für Bühnenbacks, Sidescreens, Messeauftritte und Hybrid-Events.
Beispiel: 5 × 3 m Backwall mit 2,6 mm Pitch für Award-Shows.
Line-Array
Was: Vertikal aufgebautes Lautsprechersystem mit gleichmäßiger Schallabstrahlung.
Wann: Für mittlere bis große Locations, Konzerte und Open-Airs.
Beispiel: 8 × K3 mit 4 × KS28 für Konzerte mit 1.500 Personen.
Mediaserver
Was: Steuer- und Wiedergabeeinheit für LED-Wände und Videoinhalte.
Wann: Bei jeder Show mit Video-Content auf LED.
Beispiel: Resolume Arena oder disguise für komplexe Visual-Shows.
Moving Head
Was: Motorisierter Scheinwerfer mit Pan- und Tilt-Bewegung.
Wann: Bei Konzerten, Galas, Award-Shows — überall, wo Showcharakter gewünscht ist.
Beispiel: Robe oder Martin Moving Heads in Beam-, Spot- und Wash-Varianten.
NDI
Was: Video-Standard zur Übertragung über normales Netzwerkkabel, bis 4K bei 60 fps.
Wann: Bei Hybrid-Konferenzen und Streaming-Setups mit mehreren Kameras.
Beispiel: 6-Kamera-Live-Mix über vMix per NDI im Studio-Netzwerk.
Operator
Was: Techniker, der ein Gewerk live steuert (Ton, Licht, Video, Stream).
Wann: Ab mittelgroßen Events mit eigener Bildregie oder Lichtprogramm.
Beispiel: Pro Gewerk einen Operator bei Konferenzen mit Live-Stream.
PA-Anlage
Was: Komplette Beschallungsanlage aus Topteilen, Subwoofern, Endstufen und Mischpult.
Wann: Bei jedem Event mit Sprache oder Musik vor Publikum.
Beispiel: L-Acoustics-Komplettpaket für eine Konferenz mit 500 Personen.
Pixelpitch
Was: Abstand zwischen zwei LED-Pixeln — je kleiner, desto feiner das Bild.
Wann: Bei der Auswahl einer LED-Wand je nach Betrachtungsabstand.
Beispiel: 2,6 mm für Indoor-Galas, 5–10 mm für Outdoor-Stages.
RCD
Was: Fehlerstrom-Schutzschalter, in Eventstrom-Verteilern Pflicht.
Wann: In jeder Stromverteilung der Veranstaltungstechnik.
Beispiel: BGV-konforme RCD-Verteiler in allen unseren Stromsetups.
Rigging
Was: Sicheres Aufhängen von Bühnentechnik über dem Publikum.
Wann: Bei geflogenen Truss-Konstruktionen, Line-Arrays und LED-Wänden.
Beispiel: Statik nach VStV und IGVW SQ P2 — Prüfbuch standardmäßig im Haus.
Schuko
Was: Deutsche Standard-Steckdose für 230 V und 16 A.
Wann: Für kleine PAs, DJ-Setups und Catering.
Beispiel: Wir prüfen vor Ort die Anzahl der verfügbaren Schuko-Anschlüsse.
Stagebox
Was: Anschlussfeld auf der Bühne, wandelt Audio digital und sendet zum FOH.
Wann: Bei mittleren und großen Tonsetups ab etwa 16 Eingängen.
Beispiel: Yamaha Rio3224-D mit 32 Inputs, Optoverbindung zum FOH.
Subwoofer
Was: Tieftonlautsprecher für 30–120 Hertz, ergänzt die Topteile.
Wann: Bei Konzerten, DJ-Setups und Bass-relevantem Sound.
Beispiel: 4 × KS28 für volle Bass-Energie auf Open-Airs.
Timecode
Was: Präziser Zeitstempel zur Synchronisation von Ton, Licht, Video und Pyrotechnik.
Wann: Bei Award-Shows, Theater-Cues und frame-genauen Produktionen.
Beispiel: SMPTE-LTC, verteilt von der Tonkonsole an alle Slave-Systeme.
Topteil
Was: Mittel- und Hochtonlautsprecher einer PA, ergänzt die Subwoofer.
Wann: Gemeinsam mit Subwoofern für das volle Frequenzspektrum.
Beispiel: A15-Topteile mit KS21-Subs für Galas bis 800 Personen.
Truss
Was: Aluminiumtraverse für Bühnenkonstruktionen, trägt Licht, Lautsprecher und LED.
Wann: Bei geflogenen oder selbsttragenden Bühnenkonstruktionen.
Beispiel: F44 für mittlere Konstruktionen, F54 für tragende Großbühnen.
Wechselstrom (AC)
Was: Die übliche Wechselspannung aus der Steckdose (230 V in Deutschland).
Wann: Versorgt alle PA-Endstufen, LED-Lampen und Verstärker.
Beispiel: Alle Eventtechnik-Geräte laufen direkt am Schuko- oder CEE-Netz.
XLR
Was: Dreipoliger Profi-Audio-Stecker — symmetrisch, störungssicher, Industriestandard.
Wann: Bei jeder professionellen Mikrofon- und Line-Verbindung.
Beispiel: Standard auf allen unseren Audio-Kabeln, von der Bühne bis zum FOH.

